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Hauptversammlung 2012: MAN setzt profitables Wachstum fort

Dividendenvorschlag von 2,30 € je Aktie folgt dem positiven Geschäftsverlauf

Dr. Georg Pachta-Reyhofen, Vorstandssprecher der MAN SE, hat auf der Hauptversammlung die langfristigen Ziele der MAN Gruppe bestätigt: „Wir wollen weiter profitabel wachsen und zukünftig der erfolgreichste Nutzfahrzeug-Hersteller der Welt sein“, sagte Pachta-Reyhofen. Ein Schlüssel dazu seien technologisch führende Produkte ebenso, wie eine konsequente strategische Unternehmensausrichtung.

Bereits heute sei MAN bestens aufgestellt: Das Geschäftsjahr 2011 war eines der erfolgreichsten in der Unternehmensgeschichte. Pachta-Reyhofen verwies in diesem Zusammenhang auf den Rekordumsatz in Höhe von 16,5 Mrd €, der 12 Prozent über dem Umsatz des Jahres 2010 lag. Auch das sehr gute Operative Ergebnis von rund 1,5 Mrd € und das Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1,1 Mrd € spiegelten den positiven Geschäftsverlauf des letzten Jahres wider. Das Nachsteuerergebnis wurde hingegen durch Sondereffekte belastet und lag bei 247 Mio €. Der Auftragseingang legte um 14 Prozent zu und näherte sich mit 17,1 Mrd € wieder dem Rekordniveau des Jahres 2007 an.

Mit Blick auf die vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2012 machte Pachta-Reyhofen in seiner Rede deutlich, dass die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen und Maschinen von MAN auch in den ersten Monaten des Jahres 2012 auf hohem Niveau geblieben war.

Der Auftragseingang der gesamten MAN Gruppe lag demnach im ersten Quartal mit 4,4 Mrd € in etwa auf Höhe des guten Vorjahreswerts. Bei den Umsatzerlösen ist sogar eine leichte Steigerung auf 3,8 Mrd € zu verzeichnen. Dabei wurden, wie im Vorjahr, ca. 35 000 Nutzfahrzeuge abgesetzt. Der Umsatz im Geschäftsfeld Power Engineering stieg gegenüber dem ersten Quartal 2011 um etwa fünf Prozent.

Im ersten Quartal 2012 erzielte die MAN Gruppe ein Operatives Ergebnis von rund 250 Mio Euro. Dieser Rückgang um etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ist dem starken Wettbewerb in einigen Märkten geschuldet. „Dem werden wir mit Maßnahmen zur Profitabilitäts- und Effizienzsteigerung begegnen“, kündigte Pachta-Reyhofen an.

Dank seiner internationalen Aufstellung war MAN trotz bestehender Unsicherheiten auf den Finanzmärkten, ausgelöst durch die europäische Schuldenkrise, auch im Geschäftsjahr 2011 weiterhin erfolgreich. Wesentlicher Erfolgsfaktor ist eine konsequente Unternehmensausrichtung auf die Felder Transport und Energie. Der Vorstandssprecher der MAN Gruppe zeigte sich überzeugt, dass sich hier auch weiterhin große Entwicklungsmöglichkeiten bieten: „Wir sehen nach wie vor einen steigenden Transport- und Energiebedarf, vor allem in den wirtschaftlich aufstrebenden Ländern. Denn ohne die Lösung entscheidender Transport- und Energiefragen können diese Volkswirtschaften nicht weiter wachsen. Mit unserer BRIC-Strategie setzen wir genau hier an und haben uns frühzeitig den Marktzugang zu den entscheidenden Zukunftsmärkten gesichert.“

Unterstützend werden dabei auch die gemeinsamen Projekte innerhalb des Volkswagen Konzerns wirken: „Durch die sich nun bietenden Kooperationsmöglichkeiten mit Volkswagen und Scania erhalten wir neuen Rückenwind. Durch die Zusammenarbeit in den Bereichen Einkauf, Entwicklung und Produktion werden wir die nötigen Synergien heben, um im Wettbewerb voll anzugreifen“, kündigte Pachta-Reyhofen an.

Während MAN langfristig mit einem soliden Wachstum auf den weltweiten Transport- und Energiemärkten rechnet, geht der Vorstand für das Jahr 2012 jedoch nach wie vor von einer weltweiten Abschwächung des Wirtschaftswachstums aus. Pachta-Reyhofen bestätigte vor diesem Hintergrund auf der Hauptversammlung die Geschäftsprognosen, die MAN zu Jahresbeginn gegeben hatte. Demnach rechnet das Unternehmen mit einem leichten Absinken des Umsatzes im Geschäftsfeld Commercial Vehicles um bis zu fünf Prozent, während der Umsatz im Geschäftsfeld Power Engineering um fünf Prozent zulegen dürfte. „Wegen des Übergewichts der Nutzfahrzeug-Sparte rechnen wir für die MAN Gruppe insgesamt mit einem leicht rückläufigen Umsatz, der ein rückläufiges Ergebnis nach sich ziehen wird. Die Umsatzrendite wird in etwa dem Mittelwert der langfristigen Zielrendite von 8,5 Prozent entsprechen“, sagte Pachta-Reyhofen.